Historischer Atlas – Südliches Innviertel

2.500 Seiten Innviertler Geschichte

In Kooperation zwischen dem Oö. Landesarchiv und der Kommission für Bayerische Landesgeschichte an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften arbeiteten die Historiker Gerhard Schwentner, Roger Allmannsberger-Nietsche und Stephan Hubinger von 2008 bis 2025 an drei Bänden des Historischen Atlas von Bayern und schufen dabei ein monumentales 2.500 Seiten umfassendes Werk zur Geschichte des Innviertels von der Ur- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart, das am 17. Dezember 2025 offiziell in der Münchner Residenz präsentiert wurde. Ferdinand Kramer, der Vorsitzende der Kommission für Bayerische Landesgeschichte, gratulierte dazu den Autoren und hob lobend hervor, dass die Reihe „Innviertel“ des seit 1948 laufenden Projekts „Historischer Atlas von Bayern“ zwar als letzte begonnen, dafür aber als erste vollendet worden ist. Der Abschluss der restlichen Reihen (Altbayern, Franken, Schwaben) ist bis 2040 geplant. „Mit dem Band zum südlichen Innviertel ist nun der Inn-Salzach-Raum zwischen Salzburg und Passau – sowohl auf bayerischer wie auf österreichischer Seite – zur Gänze historisch erschlossen“ freuen sich die Autoren.

„Wir konnten mit unseren Forschungsergebnissen hoffentlich zeigen, dass der Inn in historischer Perspektive mehr eine verbindenden als trennende Funktion hatte und die Oberösterreicher, Salzburger und Bayern eine lange gemeinsame Geschichte haben.“

Eine Pionierleistung, die eigentlich als Nebenprojekt begann, war im Laufe dieses Projekts die Georeferenzierung der einstigen bäuerlichen Eigengüter im Innviertel, die mittlerweile ganz Oberösterreich umfasst. Über das Digitale Oberösterreichische Raum-Informations-System (DORIS) sind diese Daten seit Jahren online abrufbar. Etwas das die Bayern – bei einer fast sechs Mal so großen Fläche – in den nächsten Jahren ebenfalls umsetzen wollen. In Zukunft ist eine Georeferenzierung der oberösterreichischen Ortsnamen geplant, die dann ebenfalls über DORIS abrufbar sein werden.

Enzenkirchen, 18. Dezember 2025.

Kriminelles Enzenkirchen

Schon während meiner Arbeiten für die Ortschronik von Enzenkirchen (2004-2011) keimte in mir die Idee eines eigenen Buches zum Thema „Kriminelles Enzenkirchen“, das sich gerade in Arbeit befindet und voraussichtlich im Jahr 2026 erscheinen wird. Es trägt den Titel „Kriminelles Enzenkirchen – Axtmörder“. Es soll der Auftakt einer Trilogie zur kriminellen Vergangenheit Enzenkirchens sein:

Sagenhaftes aus Enzenkirchen

Zwei Jahrzehnte sind ins Land gegangen, seit ich 2004, im Zuge der Vorarbeiten für die Ortschronik von Enzenkirchen, in zwei Bänden ein Kompendium an lokalen Sagen mit dem Titel „Enzenkiringa G´schichtln“ publizierte, die ich mir seit meiner Volksschulzeit notiert hatte. Den Erfolg dieser Sagenbücher hatte ich nicht erwartet, geschweige denn, dass diese bis heute von den Enzenkirchnern gelesen und selbst in der Volksschule behandelt werden.

Leider schlichen sich damals eine Reihe orthographischer und grammatikalischer Fehler ein, was mich ärgerte und ich früh plante, das ganze Projekt noch einmal zu überarbeiten und in neuer strukturierterer Form zu präsentieren. Ich plane daher, im Laufe der kommenden Jahre eine Reihe von Sagenbüchern zum Raum der Gemeinde Enzenkirchen zu publizieren, die unter folgenden Titel erscheinen sollen:

  • Sagenhaftes Witrauntal
  • Sagenhaftes Antlangtal
  • Sagenhafter Sauwald
  • Anekdotenreiches Enzenkirchen

Zu jedem der erwähnten Titel sollen drei Bände erscheinen, wobei der erste folgenden Namen tragen wird:

„Sagenhaftes Witrauntal – Unheimlicher Begleiter“

Der erste Band ist fertiggestellt und wird im Laufe des Jahres 2026 erscheinen.

Der zweite Band ist noch in Bearbeitung und wird den Titel „Sagenhaftes Witrauntal – Wilder Jäger“ tragen. Die Publikation ist für das Jahr 2027 geplant.

Ebenfalls in Planung und Erstellung befindet sich der dritte Band mit dem Titel „Sagenhaftes Witrauntal – Totenvogel“. Dessen Publikation ist für das Jahr 2028 geplant.

Innerhalb der jeweiligen Bände sind die einzelnen Sagen nun thematisch gegliedert und behandeln folgende Themengebiete:

  • Wilde Jagd
  • Teufel
  • Hexen
  • Weibliche Dämonen
  • Gespenster
  • Aberglaube
  • Historisches
  • Recht
  • Kleindenkmäler
  • Natur

Im Anschluss an die Geschichten fügte ich einen kleinen wissenschaftlichen Teil an, um jene Menschen zu würdigen, auf deren Erzählungen die einzelnen Sagen basieren und von denen viele mittlerweile bereits verstorben sind. Neben diesen geistigen Eltern, erfolgen dann noch Ergänzungen im Sinne der historischen Narrationsforschung bzw. Sagenforschung.

Die einzelnen Bücher werden sowohl als E-Book, als in gedruckter Form erscheinen.

Roger Michael Allmannsberger-Nietsche

Enzenkirchen, 3. Jänner 2026.

HISTORIA MAGISTRA VITAE!

„Geschichte ist die Lehrmeisterin des Lebens.“ Diesem Zitat des Philosophen Cicero (106-43 v. Chr.) folgend, bietet das Team „Zeit-Einblicke“ (kultur-)historische Dienstleistungen an, um zu unterstreichen, wie stark Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verwoben sind. Wir sehen es als Privileg, unseren Mitmenschen den Sinn und die Schönheit von Geschichte näher zu bringen, zu zeigen wie uns die Matrix des Gewesenen stetig umgibt. Wir wollen dabei helfen dieses frei zugängliche „Buch der Geschichte“ besser lesen, deuten und verstehen zu können. Es ist möglich aus der (eigenen) Vergangenheit zu lernen, allerdings nur, wenn wir uns mit dieser beschäftigen, das Geschehene hinterfragen und neu interpretieren. Eine Gesellschaft ohne Gedächtnis wird eine Gesellschaft sein, deren Identität langsam zerfällt und schließlich erlischt. Es ist daher notwendig sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, weil sie uns zeigt, was wir waren und sind, sowie uns Ideen liefert, wie wir sein wollen. Wir suchen in der Beschäftigung mit der Geschichte selten unsere Vergangenheit, sondern meist unsere Gegenwart.